Mittwoch, 26. Februar 2020
Notruf: 112

Kennzeichnungsweste

Die Kennzeichnungsweste dient der Kennzeichnung von Einsatzkräften mit besonderen Funktionen an der Einsatzstelle. Sie haben in etwa das Format einer handelsüblichen Warnweste und werden von der entsprechenden Einsatzkraft über der Jacke getragen. Die Westen unterscheiden sich je nach Funktion farblich. Die Bezeichnung der Funktion ist zusätzlich als Klartext auf dem Rücken und auf der Brust angebracht. Zusätzlich verfügen die Funktionswesten über mehrere Taschen, um z.B. das Funkgerät oder ein Notizbuch zu verstauen. Durch diese farbliche Kennzeichnung ist in der Hektik eines Einsatzes der gewünschte Ansprechpartner meist schnell gefunden.

In Untererthal werden hauptsächlich die Funktionen Einsatzleiter (gelb), Gruppenführer (blau) oder Atemschutzüberwachung (kariert) verwendet. Stützpunktfeuerwehren, wie die Feuerwehr Stadt Hammelburg nutzen ggf. noch zusätzlich die Funktionen Zugführer (rot), Abschnittsleiter (weiß) oder Pressesprecher (grün).

Einsatzleitung

EL beidseitig

Einsatzleiter ist gemäß Art. 18 BayFwG (Bayerisches Feuerwehgesetz) grundsätzlich der Kommandant des entsprechenden Schadensortes. Demnach ist bei einem Einsatz in Untererthal auch der Untererthaler Kommandant Einsatzleiter. Ist der Kommandant bzw. sein Stellvertreter nicht am Einsatz beteiligt (z.B. Urlaub, Arbeit, etc.) übernimmt der Einheitsführer (Gruppenführer) der zuerst eingetroffenen taktischen Einheit die Einsatzleitung (§ 16 Abs. 1 AVBayFwG). 

Die Einsatzleitung kann bei Bedarf auch von dem Kommandanten, dem die Aufgaben gemäß Art. 16 Abs. 2 Satz 1 BayFwG ("Federführender Kommandant") obliegen, übernommen werden. Daher ist es auch möglich, dass bei einem Einsatz in jedem Ortsteil der Stadt Hammelburg die Einsatzleitung vom Kommandanten der Feuerwehr Stadt Hammelburg bei Bedarf übernommen wird. Sowohl der zuständige Kreisbrandmeister, als auch der zuständige Kreisbrandinspektor können die Einsatzleitung ebenfalls übernehmen.

Aufgaben:

  • Leitet den Einsatz
  • erkundet die Einsatzstelle
  • bestimmt die Aufstellung der Einsatzfahrzeuge
  • gibt den Einsatzbefehle an die eintreffenden Gruppenführer
  • kommuniziert mit der Leitstelle & alarmiert ggf. weitere Einsatzmittel nach
  • veranlasst weitere Maßnahmen
  • Kann Personen und Sachen zur Hilfeleistung heranziehen (Art. 23 BayFwG)
  • verfasst den schriftlichen Einsatzbericht nach dem Einsatz, der vom Kommandanten in eine entsprechende Software eingetragen wird

 

Gruppenführer

GF beidseitigDer Gruppenführer in der Feuerwehr befehligt seine Mannschaft auf dem Einsatzfahrzeug. Im Fahrzeug sitzt der er vorne rechts und kommuniziert mit der Leitstelle. Er handelt vor Ort entweder eigenständig als Einsatzleiter (wenn bisher keiner vorhanden - siehe oben) oder auf Befehl des Einsatzleiters. Nach Erkundung der Einsatzstelle gibt er seiner Mannschaft den Einsatzbefehl - z.B. Wasserentnahmestelle, Lage des Verteilers, Einheit, Auftrag, Mittel, Ziel und Weg. Er ist grundsätzlich für seine Mannschaft und der Aufgabenerfüllung verantwortlich

Die Gruppenführer einer Feuerwehr werden im Vorfeld vom Kommandanten benannt. Jede Feuerwehr besitzt je nach Stärke und Ausstattung eine unterschiedliche Anzahl an Gruppenführern. Die Funktion des Gruppenführers wird nur von aktiven Feuerwehrmitgliedern ausgeübt, welche den dafür entsprechenden Lehrgang (einwöchiger Gruppenführerlehrgang an der staatlichen Feuerwehrschule) erfolgreich besucht haben.

Aufgaben:

  • erkundet die Einsatzstelle
  • hält Rücksprache mit der Einsatzleitung
  • bestimmt die Aufgabenverteilung seiner Mannschaft auf dem Fahrzeug
  • setzt sein Fahrzeug und seine Mannschaft je nach Einsatzbefehl des Einsatzleiters ein

 

Atemschutzüberwachung

ASÜ beidseitigDie Funktion der Atemschutzüberwachung unterstützt den Gruppenführer bei seiner Tätigkeit. Der Feuerwehrmann/-frau, der die Atemschutzüberwachung übernimmt, überwacht den Einsatz der eigenen eingesetzten Atemschutzgeräteträger.

Jeder Atemschutzgeräteträge registriert sich vor Einsatzbeginn bei der Atemschutzüberwachung. In gewissen Zeitabständen, je nach Bedarf, wird u.a. der aktuelle Flaschendruck abgefragt. Zusätzlich dokumentiert die Atemschutzüberwachung den aktuellen Standort der eigenen Trupps.

Bei einem möglichen Atemschutznotfall schickt die Atemschutzüberwachung in Zusammenarbeit mit dem Gruppenführer/ Einsatzleiter den Sicherungstrupp ins Gebäude.

Ausführliche Informationen zum Thema Atemschutzüberwachung finden Sie hier.

test

Die Freiwillige Feuerwehr Untererthal. ✆ 112 Ihr Partner im Notfall
Wir sind für Sie da - rund um die Uhr - 365 Tage im Jahr - EHRENAMTLICH

 © FF Untererthal 2018 | Impressum | Datenschutz